Ali Hazelwood - Bride

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    Titel: Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe

    Autorin: Ali Hazelwood

    übersetzt von: Anna Julia Strüh


    Allgemein:

    512 S.; Rütten & Loening Berlin, 2024

    Zitat

    Inhalt:

    Misery Lark, Tochter eines mächtigen Vampirfürsten, war schon immer eine Außenseiterin. Mit ihren Reißzähnen weiß sie nichts anzufangen und führt ein anonymes Dasein unter den Menschen. Ausgerechnet sie soll sich nun für eine mehr als brisante Bündnisehe mit einem der Werwölfe, den ewigen Todfeinden der Vampire, zur Verfügung stellen.Dabei scheint ihr zukünftiger Ehemann, der Alpha Lowe Moreland, ebenso erbarmungslos und unberechenbar zu sein wie der Rest seines Rudels. Das beherrscht er allerdings nicht nur mit absoluter Autorität, sondern, wie Misery bald feststellt, auch mit viel Sinn für Gerechtigkeit und – ganz anders als die Vampire – nicht ohne Gefühl. Aber sie spürt, dass er ihr nicht traut – und wenn er nur wüsste, wie recht er damit hat ...Denn Misery hat ganz eigene Gründe, sich auf dieses Bündnis einzulassen. Und dafür ist sie bereit, alles zu opfern, selbst wenn das ein Leben allein unter Wölfen bedeutet. Doch womit Misery nicht gerechnet hat, ist die alles überwindende Ungleichartigkeit der Liebe ...


    Über die Einordnung lässt sich vermutlich streiten. Persönlich finde ich aber, das der Fantasyaspekt so stark vom Liebesroman überholt wird, das ich das Buch zwar als Romantasy bezeichnen würde, aber eben eher weniger als Fantasyroman sehe.


    Meine Meinung:

    Ich liebe dieses Buch. Es hat mich total überrascht, weil ich am Anfang dachte... oje, Fantasy muss die Autorin aber noch üben. Und insgesamt muss ich auch sagen, das man merkt, das die Autorin mit Werwölfen und Vampiren nur recht popkulturell zu tun hatte... und vermutlich auch viele Fanfiction kennt. Ich bekomme manchmal so komische Werbung für Werwolferotikbücher (nein Zank nicht was Du denkst, das ganze wird mir in einem ganz normalen Handyspiel gezeigt :lachen: ) und einiges hat mich irgendwie genau daran erinnert. Vor allem wenn es um den Alpha - also den Leitwolf der Werwölfe^^ - geht. Vor allem die Stellung die er in der Gemeinschaft einnimmt und dann die Idee einer Gefährtin. Ok der Punkt war total von Twilight inspiriert und das was für mich ich zunächst super nervig, denn ich fand das schon dort furchtbar.

    Aber die Autorin konnte mich positiv überraschen, denn sie schafft es aus "Bride" mehr zu machen, als Klischees wieder zu käuen. Und ab da wurde es für mich dann einfach ein guter Liebesroman, der aber definitiv heißere Szenen hatte, als ich sie bisher von Hazelwoods Romanen kannte. Das ging dann schon eher Richtung Erotik. Ohne das dabei die Handlung auf der Strecke blieb und es zum Porno mutierte. Im Gegenteil, diese Szenen hatten tatsächlich Sinn für die weitere Handlung. Z.B. weil beide Figuren dabei mehr über sich und ihre Gefühlslage preisgeben als sie vorhatten. Oder auch, weil es an einer Stelle die Veränderung der Beziehung der beiden verdeutlicht.


    Trotzdem. schwächen hatte das Ganze immer dann, wenn der Fokus auf dem Vampir sein und Werwolfsein lag. Das war mir zu brav. Vampire trinken Blut aus Konserven und Werwölfe joah, die Verwandeln sich ein bisschen. Alles was Menschen über die gelernt haben, ist nicht wahr. Und Vampire sind nicht unsterblich und verwandeln niemanden.

    Da fehlten mir die Punkte, weshalb ich durchaus gerne über Vampire und Werwölfe lese. Alles was daran für mich spannend oder schön schaurig ist, wurde ausgelassen. Und dadurch hätte vieles auch ganz ohne diesen Aspekt funktioniert. Gleichzeitig geht es an anderen Stellen nicht ohne diese Hintergründe, weil sonst bestimmte Szenen nicht passiert wären, da sie im menschlichen Kontext absurd gewirkt hätten.

    Manches Verhalten erklärt sich nur, weil Lowe ein Werwolf ist^^


    Aber... warum habe ich Bride dennoch so eine hohe Bewertung gegeben?

    Weil die Liebesgeschichte drumherum, mich wirklich sehr sehr abgeholt hat. Misery hat das erste Mal in ihrem Leben das Gefühl, endlich einen Platz gefunden zu haben, den sie zu Hause nenne könnte. Eine Erfahrung die sie bisher nicht machen durfte, weil sie von ihrem eigenen Vater nicht als Person, sondern eher wie einen entbehrlichen Gegenstand behandelt wurde. Die Gemeinschaft der Vampire handeln aus Kalkül und das Schicksal einer Einzelperson ist ihnen egal. Sie wird nicht als richtiger Vampir wahrgenommen, weil sie keine Chance hatte unter ihnen auf zu wachsen. Die Menschen merken aber auch, das sie nicht so richtig zu ihnen passt. Erst die Werwölfe und vor allem Lowe geben ihr das Gefühl dazu zu gehören. Und das äußert sich bei ihm in allem, wie er sie behandelt. Aber auch darin, wie sich eine tiefere Beziehung zwischen ihnen aufbaut. Er gibt ihr einfach ein gutes Gefühl, behandelt sie nicht nur mit Respekt, sondern auch mit Wärme und gibt ihr Geborgenheit. Und das ohne dafür zu verlangen, das sie sich unterwirft und ihre Persönlichkeit aufgeben müsste um ihm zu "diensten" zu sein. An der Stelle hat "Bride" definitiv nichts mit Twilight gemein ;)


    Ich liebe die Liebesgeschichten von Ali Hazelwood, und ich finde in "Bride" war sie einfach richtig schön. Ich hatte so ein wohliges Gefühl im Bauch, weil es mich glücklich gemacht hat, das es hier so stark um echte Intimität und echte Nähe ging. Das war einfach schön und ich konnte mich in die Geschichte fallen lassen. Ein Grund warum ich Ali Hazelwoods Bücher so mag, ich muss mir nicht ständig über Sexismus Gedanken machen und kann mich aufs Lesen konzentrieren.


    Wer wie ich eh im Romance-Game zu Hause ist: Willkommen :err:


    4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

  • Also ich habe das Buch bestellt und jetzt hier liegen und werde es bei nächster Gelegenheit lesen (auch wenn Tamkatzn wahrscheinlich eigentlich Vorrang haben sollte :/ ).

    Die Rezension klingt so, als wäre das genau mein Beuteschema...

  • Meine Meinung zum Buch:


    Titel: Eine sehr spezielle Liebesgeschichte...


    Tja was soll ich sagen? Das Buch ist erst über Umwege zu mir gekommen. In der Buchhandlung oft in der Hand gehabt, aber der Klappentext so nichtssagend, dass ich mich nicht zu einem Kauf entschließen konnte. Dann die Schwärmerei auf Tiktok gesehen und trotzdem nicht wirklich überzeugt. Kann es wirklich stimmen? Als meine örtliche Bücherei es dann hatte, musste die Neugier dann doch befriedigt werden, aber deswegen wurde es nicht einfacher. Es ist übrigens mein erstes Buch der Autorin gewesen.


    In der Geschichte geht es um Misery und Lowe, ein frisch vermähltes Ehepaar, was ungleicher kaum sein sollte. Er ein Werwolf, sie eine Vampirin und die Absicherung, dass es zwischen den beiden Spezies in nächster Zeit keine Kämpfe oder gar Krieg geben wird. Keine guten Voraussetzungen, um eine gute Ehe zu führen, oder?


    Ich bekenne mich schuldig, dass ich die ersten 200 Seiten immer wieder gegrübelt habe, ob ich abbreche oder weiterlese. Natürlich waren die Dialoge zwischen Misery und Lowe ungemein witzig und ich mag die taffe, intelligente Art von ihr. Und dennoch wollte der Funke erst nicht so überspringen, denn was sollte es werden? Hassliebe oder in welche Richtung will das Buch überhaupt? Doch der Glaube daran, dass einfach nicht so viele Leser schwärmen können, wenn nicht doch etwas Cooles passiert, ließ mich am Ball bleiben.


    Zum Glück habe ich durchgehalten, denn die Liebesgeschichte entwickelt sich zu anständigem Herzschmerz. Zudem sorgten die andauernden Bedrohungen, sowie die Suche nach der besten Freundin für Spannung.


    Meine Lieblingsfigur ist Ana. Wie süß kann man bitte sein mit den Wortverwechslungen und dem Charme eines Kindes? Ich hätte mich auch immer wieder von ihr um den Finger wickeln lassen.


    Es sei noch gesagt, dass es ab der 2. Hälfte des Buches immer wieder zu spicy Szenen kommt. Ich habe sie gern gelesen, wenn auch sie schon etwas speziell sind aufgrund der unterschiedlichen Spezies, doch lasst euch selbst überraschen.


    Fazit: Amüsante Unterhaltung, die mich dann doch begeistern konnte. Gern spreche ich eine Empfehlung aus.


    Bewertung: 4ratten

    &WCF_AMPERSAND"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende&WCF_AMPERSAND" (H.M. Enzensberger)

  • Auch ich fand das Buch wirklich gut. Es ist sehr angenehm zu lesen, wenn die Protagonisten heikle Themen ansprechen und über Lösungsmöglichkeiten reden. In anderen Liebesromanen wird an diesen Stellen wenig nachgedacht, es werden falsche Schlüsse gezogen, und dann folgen oft 200 Seiten irrsinniger Umwege...


    An einer Stelle fällt leider die Phrase: Alles wird gut! Aber immerhin zählt Misery anschließend sofort selbst in Gedanken all die Punkte auf, die ein allumfassendes Gutwerden recht unwahrscheinlich machen.


    4ratten  :marypipeshalbeprivatmaus:


    Bechdel-Test: :daumen:

    Bücher sind Magie zum Mitnehmen.