Beiträge von Jaqui

    Blue Skies von T.C. Boyle 

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    Inhalt: Der Countdown zur Apokalypse läuft: Kalifornien geht in Flammen auf, Überschwemmungen bedrohen Florida. „Der Planet stirbt, siehst du das nicht?", wirft Cooper seiner Mutter vor, die ihre Küche gehorsam auf frittierte Heuschrecken umstellt. Heftige Diskussionen gibt es auch mit Schwester Cat. Sie hat sich als Haustier einen Tigerpython namens Willie angeschafft, die sie sich wie ein glitzerndes Juwel um die Schultern hängt. Die Frage nach dem Verhältnis zur Umwelt geht wie ein Riss durch die Familie.


    Bisheriger Eindruck: Der Inhalt hat mich fasziniert, daher habe ich zu dem Buch in der Buchhandlung gegriffen, trotz des hohen Preises von knapp 30 Euro. Nach dem ersten Kapitel dachte ich mir nur: Oh nein, ich und Boyle werden wirklich keine Freunde.

    Aber dann habe ich die Rezi von Lilli33 gelesen und mir gedacht: dann lesen wir mal weiter.

    Denn ich empfand das erste Kapitel ebenso schrecklich. Eine absolut oberflächliche Person, Cat, kauft sich eine Schlange, nur um ein interessantes Gesprächsthema auf Partys zu haben. Und um diese Schlange wie einen Schal herum zu tragen.


    Im zweiten Kapitel wurde ich schon belohnt, dass ich weiter gelesen habe. Coopers Mutter hat mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht mit ihren Heuschrecken in der Küche. Ich habe aber überlegt wie ich oder mein Mann reagieren würden, wenn wir wo eingeladen sind und nach dem Essen sagt der Gastgeber: War kein Fleisch, waren Heuschrecken drin. Das ist etwas was ich mir derzeit nicht vorstellen kann zu essen. Obwohl es in anderen Ländern ja durchaus als Delikatesse gilt.


    Bisher bin ich also froh weitergelesen zu haben und ich bin gespannt wie es mit der Klimakrise in diesem Buch weitergeht.

    Hugo Portisch zeigt in Aufregend war es immer sehr persönliche Einblicke in sein Leben

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    Inhalt: Seine Lebensgeschichte war stets eng verknüpft mit dem Weltgeschehen: Als Chefredakteur der Tageszeitung »Kurier« ist er direkt am Puls der Zeit, als Chefkommentator beim ORF trifft Portisch die Mächtigen auf der ganzen Welt. Dabei bleibt er immer seinen Überzeugungen treu und steht für seine Werte ein. Das macht Hugo Portisch zu einem der bedeutendsten Journalisten Österreichs. In seiner Autobiografie »Aufregend war es immer« gibt er sehr persönliche Einblicke in sein Leben und setzt es in Bezug zur Zeitgeschichte. Er nimmt den Leser mit zu den Weltschauplätzen des vergangenen Jahrhunderts – von Wien über Prag, Vietnam, Peking, Afrika und Kuba bis nach Sibirien oder Brasilien.


    Meine Meinung: Was war das für ein Leben, dass Portisch geführt hat, Aufregend ist da noch weit untertrieben. Ich wusste ja, dass er sehr bedeutend in der journalistischen Landschaft seit den 50er Jahren war, aber wie bedeutend wurde mir erst mit dieser Biographie klar. Portisch wurde 1927 in Bratislava geboren und starb 2021 in Wien.


    Seine Fernsehproduktionen Österreich I und Österreich II gehören zu den wichtigsten Produktionen für die Geschichte in und nach den beiden Weltkriegen in Österreich. Akribisch hat er dafür Material aus der ganzen Welt gesammelt und mit Zeitzeugen rund um den Globus geredet. Die Dokumentation über den Zweiten Weltkrieg, die er gemeinsam mit Henry Kissinger erstellte, sorgte für weltweites Aufsehen.


    Das von ihm initiierte Rundfunk-Volksbegehren für die Unabhängigkeit des ORF war das erste und erfolgreichste in der österreichischen Geschichte. Das war etwas was ich gar nicht gewusst habe. Auch nicht wo er überall rum gekommen ist. Im Vietnam Krieg war er vor Ort und hat die Machthaber dort interviewt, er war immer dort, wo in der Welt was geschah. Die Kuba-Krise hat er hautnah mitverfolgt. in Afrika hat er journalistische Schulen mit aufgebaut, Und er hat es geschafft dem Publikum auch die kompliziertesten Zusammenhänge einfach zu erklären.


    Er war ein ganz Großer in Österreich. Nach dem Lesen der Biographie habe ich richtig Lust bekommen die Zeitgeschichte und die Zusammenhänge wieder mehr zu verfolgen.


    5ratten

    Wo kein Licht ist der dritte Teil der Reihe um Zorn und Schröder von Stephan Ludwig

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    Inhalt: Ein Mann springt im Morgengrauen von einer Brücke und erschießt sich im Fall. Ein anderer verschwindet, ein dritter überlebt eine Massenkarambolage und ist seither auf der Flucht. Auf dem Ball der Polizeigewerkschaft kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall. Zorn ist heillos überfordert, denn er muss die Ermittlungen zunächst in allen Fällen allein führen, denn Schröder liegt verletzt im Krankenhaus.


    Meine Meinung: Der dritte Fall des Duos und ich bin noch immer begeistert von den Beiden. Claudius Zorn ist wieder mies drauf und unnahbar. Er weiß, dass Schröder der viel bessere Polizist ist und kommt ohne ihn anfangs gar nicht weiter. Die Sticheleien der Beiden sind wirklich nett zu lesen. Das einzige was mich an dem Band wirklich gestört hat, war das Privatleben der Protagonisten.

    Zorn ist ständig im Liebeskummer mit seiner Malina, das nervt nach einiger Zeit und die taffe Staatsanwältin benimmt sich wie ein junger Teenager und vernachlässigt immer wieder ihren Job,

    Einzig das Privatleben von Schröder fand ich spannend, denn wir lernen eine Seite von ihm kennen, die ich nicht erwartet habe.


    Der Fall selbst ist wieder so gut konstruiert, dass man eine Ahnung hat, wer die Fäden zieht, es am Ende aber nicht ganz so ist, wie man vernutet hat. Das gefällt mir an den Fällen besonders gut, Der Autor lässt einem die Chance selbst dahinter zu kommen und zaubert nicht im letzten Kapitel plötzlich einen Mörder aus dem Hut, der im Buch nur im ersten Satz aufgetaucht ist.


    Fall 4 befindet sich schon auf meinem Reader und wird sicher noch heuer gelesen werden.


    4ratten

    Super Thema Zank


    Da melde ich gleich voller Motivation zwei Bücher an:


    Ivo Andric - Die Brücke über die Drina 

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    Das Buch habe ich vor Jahren geschenkt bekommen von der Cousine meines Mannes und seit damals schiebe ich es vor mir her. Daher steht es auch auf der TAMKATZN Liste.


    T.C.Boyle - Blue Skies 

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    Einmal hab ich Boyle schon probiert (America) und es nach wenigen Seiten weg gelegt. Das ist nun mein zweiter Versuch mit dem Autor. Und da das Buch am SLW steht, sollte ich es auch zu Ende zu lesen.

    So unterschiedlich können Meinungen sein. Ich habe das Buch verschlungen und kann es ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen. Ich mag den Stil von Zweig sehr, habe schon einige Bücher von ihm gelesen und wurde eigentlich noch nie enttäuscht.


    Stefan Zweig schreibt quasi eine Art Biographie von Magellan. Man erfährt sehr viel über den Werdegang des Entdeckers und vor allem über die Fahrt rund um die Welt.

    Ich muss gestehen, ich liebe Entdeckungsreisen jeglicher Art und war daher fasziniert von dem Unternehmen. Man muss sich das mal vorstellen, man segelt monatelang in fremden Gewässern. Ohne Ahnung wo man ist, ohne Navi, ohne zu wissen wie weit der Weg noch ist. Allein die Suche nach der Magellanstraße war faszinierend zu lesen. Dieses Vortasten an der Küste Südamerikas entlang, bei jeder Bucht hoffend, dass es endlich der Durchgang zum Pazifik ist.


    Stefan Zweig schmückt manche Sachen aber sehr aus und keiner weiß ob es sich tatsächlich so zugetragen hat. Er behauptet oft Dinge, die er aufgrund von Beschreibungen vermutet, für die es aber keine Beweise gibt. Zum Beispiel die anderen Kapitäne. Zweig schiebt hier sehr gern Magellan den schwarzen Peter zu, wenn die anderen Kapitäne nicht machen was er will. Weil er ihnen nicht sagt wohin die Reise geht. Und es ist verständlich, dass sie daher missmutig sind. Das hat nichts damit zu tun, dass Magellan Portugiese ist und die Kapitäne Spanier. Das ist allerdings reine Spekulation. Wie es sich wirklich auf der Reise zugetragen hat, werden wir wahrscheinlich nie endgültig erfahren.


    Einziger Minuspunkt an dem Buch: die spanischen Passagen, die nicht übersetzt wurden. Vielleicht war es zur Zeit Zweigs üblich, dass jeder Spanisch und Latein lesen konnte, heute ist es das aber definitiv nicht. Ich habe diese Passagen einfach überflogen und mir den Sinn aus dem Zusammenhang gereimt.


    Alles in allem aber ein sehr gutes Buch über die erste Weltumsegelung.


    4ratten

    Ich habe den Radetzkymarsch nun auch gelesen und mich beim Lesen gefragt: Wieso lag das Buch so lange am SUB? Ich habe um Joseph Roth immer einen Bogen gemacht, das war aber vollkommen unnötig.


    Den Untergang der Monarchie stellt der Autor wirklich gekonnt dar. Der Großvater war noch ein starker Charakter, aber der Enkel, der in die Armee gezwungen wurde, war dort vollkommen fehl am Platz. Immer im Hintergrund die Taten des Großvaters und ständig unter Beobachtung seines Vaters konnte er keine gescheiten Entscheidungen treffen.

    Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Das war sicher nicht mein letztes Buch vom Autor-

    Danke für die Liste.

    Vom Cover her reißt mich keines vom Hocker.

    Monde vor der Landung hab ich mir schon wegen der Nominierung des deutschen buchpreis in der Bücherei bestellt. Die anderen Bücher muss ich mir erst anschauen.