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Beiträge von Lilli33

  • Linus Geschke - Wenn sie lügt

    • Lilli33
    • 31. Mai 2024 um 20:39

    Linus Geschke - Wenn sie lügt


    [kaufen='978-3492064866'][/kaufen]

    Broschiert: 416 Seiten

    Verlag: Piper (31. Mai 2024)

    ISBN-13: 978-3492064866

    Preis: 17,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Wenn die Vergangenheit nicht vergangen ist

    Inhalt:

    Waldesroda, Sommer 2004. Die siebzehnjährige Norah fühlt sich wohl und geborgen in ihrer Freundesclique. Dies ändert sich, als sie sich in David verliebt, der sie ihren Freund*innen entfremden will. Als Norah mit ihm Schluss macht, dreht er durch und erschießt ein Liebespärchen. Auf der anschließenden Flucht kommt er anscheinend ums Leben, eine Leiche wird jedoch nicht gefunden. Neunzehn Jahre später erhält Norah Drohbriefe, deren Inhalt darauf hinweisen, dass sie von David stammen. Zusammen mit ihrem alten Jugendfreund Goran geht sie der Sache auf den Grund.

    Meine Meinung:

    Linus Geschke ist mir als Autor super spannender Thriller bekannt, die mich zum Teil richtig mitgerissen haben. „Wenn sie lügt“ beginnt dagegen ein wenig zu gemächlich. Für meinen Geschmack hält Geschke zu lange mit den Fakten hinter dem Berg, Beinahe hätte ich das Interesse an der Geschichte verloren, weil sich in der Handlung irgendwie so gar nichts zusammenfügen wollte. Denn wie man dem Titel schon entnehmen kann, wird gelogen und verschwiegen, was das Zeug hält. Nach und nach kommen dann immer mehr dunkle Geheimnisse ans Tageslicht, und die zweite Hälfte des Buches ist dann auch richtig spannend und konnte mich mit dem etwas zähen Anfang wieder versöhnen.

    Die Aufteilung in vier Erzählperspektiven - Norah, Goran und „Er“ in der Gegenwart sowie die Ereignisse im Sommer 2004 - ist gut gelungen. Die einzelnen Personen werden intensiv beleuchtet, sodass man sie gut kennenlernt und ihre Verhaltensweisen nachvollziehen kann. So bekommt man schließlich ein umfassendes Bild des Geschehens.

    Auch die eingestreuten Informationen zu realen Verbrechensstatistiken fand ich sehr passend und interessant.

    ★★★★☆

  • Andrea Camilleri - Das graue Kleid

    • Lilli33
    • 28. Mai 2024 um 12:32

    Andrea Camilleri - Das graue Kleid


    [kaufen='978-3463405612'][/kaufen]

    Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

    Verlag: Kindler Verlag (17. September 2010)

    ISBN-13: 978-3463405612

    Originaltitel: Il tailleur grigio

    Übersetzung: Moshe Kahn

    Andrea Camilleri kann nicht nur Krimi

    Inhalt:

    Febo Germosino, Vizedirektor einer Bank, geht in den Ruhestand. Bereits am ersten Tag seines neuen Lebens fürchtet er sich vor der Langeweile. So beginnt er, in seinen Schubladen zu kramen. Dabei fällt ihm wieder ein anonymer Brief in die Hände, in dem seine fünfundzwanzig Jahre jüngere Frau Adele der Untreue bezichtigt wird. Da er sonst nichts zu tun hat, will er der Sache auf den Grund gehen und erlebt dabei so manche Überraschung.

    Meine Meinung:

    Ich liebe die Krimis mit Montalbano. „Das graue Kleid“ konnte mich mindestens genauso begeistern. Es ist eine relativ ruhige Erzählung, feinsinnig, spitzfindig und psychologisch ausgereift. Es ist einfach herrlich zu lesen, wie Febo und Adele umeinander herumtanzen, um ihre jeweiligen Absichten und Gefühle zu verschleiern. Immer wieder war ich mir unsicher, was ich von Adeles Verhalten halten soll. So war ich beim Lesen in einer ständigen Anspannung - genau wie bei einem guten Krimi.

    ★★★★★

  • Liz Webb - Das Waldhaus

    • Lilli33
    • 25. Mai 2024 um 20:08

    Broschiert: 416 Seiten

    Verlag: Goldmann Verlag (20. März 2024)

    ISBN-13: 978-3442495382

    Originaltitel: The Daughter

    Übersetzung: Ivana Marinović

    Preis: 16,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Für mich ist das kein Thriller

    Inhalt:

    Die siebenunddreißigjährige Hannah Davidson zieht wieder bei ihrem Vater ein, da er geistig immer mehr verfällt und nicht mehr alleine klar kommt. Während Hannahs Bruder Reece den Vater für den Mörder ihrer Mutter hält, die vor dreiundzwanzig Jahren ums Leben kam, war Hannah immer von dessen Unschuld überzeugt. Doch jetzt hält der Vater Hannah für seine Frau Jen und bittet sie immer wieder um Verzeihung. Hannahs Überzeugung gerät ins Wanken. Sie will nun endlich den Mörder ihrer Mutter finden und beginnt im Wespennest zu stochern …

    Meine Meinung:

    Die Kurzbeschreibung hörte sich für mich sehr gut an, Thriller liebe ich, und neuen Autor*innen gebe ich gerne eine Chance. Aber „Das Waldhaus“ hat mich doch ziemlich ernüchtert. Ein Thriller ist das in meinen Augen beileibe nicht. Eher könnte man es als Familiendrama bezeichnen.

    Das Gute: Die Handlung ist einigermaßen stringent …

    Das weniger Gute: … leider aber auch in weiten Teilen vorhersehbar. So war mir schon sehr früh klar, wer Hannahs Mutter getötet hat.

    Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi. Es fiel mir leicht, das Buch aus der Hand zu legen und eine Pause zu machen, denn so richtig spannend ist es nicht. Erst auf den letzten Seiten kommt ein bisschen Action auf.

    Die Hauptfiguren sind allesamt ziemlich unsympathisch und wirken irgendwie psychisch lädiert, paranoid, arrogant und narzisstisch. Ich konnte mich weder für die Protagonistin noch für ihren Bruder erwärmen. Es war mir im Endeffekt piepschnurzegal, wie ihre Geschichte sich entwickelt. Die einzige interessante Person, der ehemalige Detective, der damals in dem Mordfall an der Mutter ermittelt hat, kommt leider viel zu kurz. Da hätte man viel mehr draus machen können.

    ★★★☆☆

  • Anthony Horowitz - Mord stand nicht im Drehbuch

    • Lilli33
    • 20. Mai 2024 um 20:03

    Anthony Horowitz - Mord stand nicht im Drehbuch

    [kaufen='9783458644163'][/kaufen]

    Gebundene Ausgabe: 327 Seiten

    Verlag: Insel Verlag (20. Mai 2024)

    ISBN-13: 978-3458644163

    Originaltitel: The Twist of a Knife

    Übersetzung: Lutz-W. Wolff

    Preis: 25,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Locker-leichter Krimi, dem es nicht an Spannung fehlt

    Inhalt:

    Nachdem der Autor Anthony Horowitz den Ex-Polizisten und Privatdetektiv Daniel Hawthorne bei drei Fällen begleitet hat, um darüber zu schreiben, kündigt er Hawthorne die Zusammenarbeit, denn sein Theaterstück steht in London vor der Premiere.

    Doch dann findet sich Horowitz plötzlich im Gefängnis wieder. Eine Kritikerin wurde ermordet, und alle Indizien deuten auf den Autor. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als ausgerechnet Hawthorne um Hilfe zu bitten.

    Meine Meinung:

    Dies ist schon Band 4 der Reihe, kann meines Erachtens aber auch gut ohne Vorwissen gelesen werden, da der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist. Noch mehr Spaß macht es natürlich mit Kenntnis der Vorgängerbände.

    Horowitz’ Schreibstil ist sehr gut zu lesen, auch wenn er nicht ganz trivial ist. Aber das finde ich gerade das Schöne daran. Er schreibt sehr plastisch und eindrücklich, was schon zu Beginn das Kopfkino in Gang setzt. Ich-Erzähler ist der Autor selbst, der seine Gedanken mit der Leserschaft teilt. Diese waren mir für die Auflösung des Falles zwar wenig hilfreich, da ihm genau wie mir oft die kleinen Details entgangen sind, aus denen der Meisterdetektiv Hawthorne in schönster Sherlock-Holmes-Manier die abenteuerlichsten Schlüsse ziehen kann, aber unterhaltsam zu lesen sind sie allemal.

    Man kann trotz allem sehr gut mitraten, falsche Spuren aussortieren und den eingestreuten britischen Humor genießen. Auch für Spannung ist gesorgt, denn die Schlinge um Horowitz’ Hals zieht sich immer weiter zu.

    Das Ende des Romans verspricht eine Fortsetzung der Reihe, und zwar ganz ohne fiesen Cliffhanger. Ich freue mich schon darauf.

    Die Reihe:

    1. Ein perfider Plan

    2. Mord in Highgate

    3. Wenn Worte töten

    4. Mord stand nicht im Drehbuch

    ★★★★★

  • Pierre Lagrange - Gnadenlose Provence

    • Lilli33
    • 16. Mai 2024 um 22:18

    Broschiert: 384 Seiten

    Verlag: Fischer (26. April 2023)

    ISBN-13: 978-3651025929

    Preis: 17,00 €

    auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Ein Serienkiller in der Provence

    Inhalt:

    Die diesjährige Tour de France soll durch Carpentras und auf den Ventoux hinauf führen. Doch wenige Tage vorher macht sich ein Heckenschütze einen Spaß daraus, Radfahrer zu erschießen. Muss die Tour de France abgesagt werden?

    Ex-Commissaire Albin Leclerc langweilt sich schon in den Flitterwochen auf Martinique, als er von dem Verbrechen in seiner Heimat hört. Kaum zurück, stürzt er sich voller Elan in die Ermittlungen - sehr zum Leidwesen von Castel und Theroux, denen Albins Einmischungen wieder mal gewaltig an die Nerven gehen.

    Meine Meinung:

    Albin Leclerc kann einem wirklich den letzten Nerv rauben, aber ich habe ihn nun nach einigen Bänden dieser Reihe richtig ins Herz geschlossen. Er wirkt zwar etwas kauzig und frönt dem Altersstarrsinn, aber eigentlich ist er ein super cleverer Ermittler mit viel Erfahrung und einem riesigen Netzwerk, der schneller die richtigen Schlüsse zieht als alle anderen.

    Besonders anfangs habe ich ein wenig Spannung vermisst, doch in der zweiten Buchhälfte hat da nichts mehr gefehlt. Albin geht mit vollem Einsatz auf die Verbrecherjagd und bringt sich dabei auch in die ein oder andere brenzlige Situation.

    Zwar werden die oberflächlichen Zusammenhänge schon relativ früh entlarvt, aber wer nun warum genau dahintersteckt, bleibt lange verborgen und ist eine echte Überraschung. Vor allem das Motiv des Täters hat mich schockiert. Echt übel, was hier nach und nach zum Vorschein kommt.

    Für Fans der Reihe auf jeden Fall zu empfehlen, aber auch gut für Neueinsteiger geeignet.

    Die Reihe:

    1. Tod in der Provence

    2. Blutrote Provence

    3. Mörderische Provence

    4. Schatten der Provence

    5. Düstere Provence

    6. Eiskalte Provence

    7. Trügerische Provence

    8. Gnadenlose Provence

    9. Unheilvolle Provence

    10. Bedrohliche Provence

    ★★★★☆

  • Romy Fölck - Das Licht in den Birken

    • Lilli33
    • 13. Mai 2024 um 14:21

    Gebundene Ausgabe: 352 Seiten

    Verlag: Wunderlich (14. Mai 2024)

    ISBN-13: 978-3805201117

    Preis: 24,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Ein Wohlfühlroman

    Inhalt:

    Thea, Mitte 50, hat die letzten Jahrzehnte in Portugal verbracht. Aufgrund gesundheitlicher Beschwerden kehrt sie nach Deutschland zurück. Hier zieht sie mit ihren beiden Ziegen auf dem tief verschuldeten Gnadenhof des griesgrämigen Benno ein. Und bald gesellt sich die junge Juli zu den beiden, die sich beim Wandern verletzt hat und nicht weiter kann. Zu dritt versuchen sie, den Hof zu retten und nebenbei noch ihre ganz privaten Probleme zu lösen.

    Meine Meinung:

    Mit ihren Kriminalromanen um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn konnte mich Romy Fölck regelmäßig begeistern. Deshalb wollte ich es auch einmal mit einem ihrer Bücher aus einem anderen Genre versuchen. Leider war dies für mich ein relativer Fehlversuch.

    Der Schreibstil ist sehr gefällig, und die Perspektivwechsel zwischen Thea, Benno und Juli gut gelungen. Wir lernen alle drei einigermaßen kennen, allerdings geht die Charakterisierung nicht wirklich in die Tiefe. Ich hätte gerne noch viel mehr über diese drei Personen erfahren.

    Die Story empfand ich als ziemlich unrealistisch: Es treffen zufällig drei Menschen aufeinander, die alle von ihrem Kind bzw. als Kind von einem Elternteil getrennt wurden. Daneben gibt es natürlich auch noch weitere Probleme, um die Handlung ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten.

    Unsere drei Protagonist*innen sind zunächst einmal so grundverschieden, dass die Fetzen fliegen. Sie raufen sich jedoch ganz schnell zusammen und ziehen dann an einem Strang. Die Geschichte ist leider absolut vorhersehbar, daran ändern auch die kleinen Stolpersteine, die Thea, Benno und Juli in den Weg gelegt werden, nichts. Und am Ende löst sich alles in Wohlgefallen auf. Mit einem tiefen Seufzer und einem wohlwollenden Lächeln im Gesicht klappte ich das Buch nach dem Lesen zu. Und trotz einiger Denkanstöße, die die Autorin mit dieser Geschichte gibt, wird das Buch bei mir wohl leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.

    ★★★☆☆

  • Stephan Ludwig - Der nette Herr Heinlein

    • Lilli33
    • 10. Mai 2024 um 17:16

    Broschiert: 352 Seiten

    Verlag: Fischer (27. März 2024)

    ISBN-13: 978-3651000988

    Preis: 16,00 €

    auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Einfach herrlich!

    Inhalt:

    Norbert Heinlein, knapp 60 Jahre alt, ist ein netter Mensch. Er führt sein Delikatessengeschäft voller Hingabe, backt Tag für Tag kreative Pasteten und bedient seine Kunden mit ausgesuchter Höflichkeit. Nebenbei kümmert er sich voller Liebe um seinen dementen Vater und schreibt seinem Patenkind in Somalia Briefe. Auch den jungen Marvin, dem sonst niemand etwas zutraute, hat er unter seine Fittiche genommen und beschäftigt ihn in seinem Laden. Doch dann kommt durch eine Unachtsamkeit der neue Stammkunde Adam Morlok ums Leben. Kurzerhand wird die Leiche im Kühlraum im Keller zwischengelagert und soll schon bald Gesellschaft bekommen …

    Meine Meinung:

    Stephan Ludwig kann klasse erzählen. Vom ersten Moment an kam mein Kopfkino in Gang. Man kann sich gut vorstellen, wie der ältere Herr Heinlein in seinem Geschäft steht, wie er eine ältere Kundin hofiert und schon im Voraus weiß, was seine Kundschaft will. Hier ist der Kunde noch König! Und Norbert Heinlein ein Mann vom alten Schlag, der es jedem recht machen will, der sich um andere sorgt und kümmert und keinen Gefallen schuldig bleibt. Und genau dies wird ihm schließlich zum Verhängnis. Doch ich will nicht zu viel verraten, nur so viel, dass Heinlein sich immer mehr in eine dumme Sache verstrickt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint.

    Die Zorn-Reihe von Stephan Ludwig finde ich total klasse, aber mit dem vorliegenden Buch beweist der Autor, dass er auch ganz anders kann. Es muss nicht immer brutal und blutig sein. „Der nette Herr Heinlein“ ist ein Lesevergnügen ganz anderer Art, obwohl es auch um Mord und Totschlag und andere Verbrechen geht. Es ist herrlich sarkastisch und überzeugt durch eine geballte Ladung schwarzen Humor. Dabei fehlt es auch nicht an Spannung und überraschenden Wendungen. Ich habe mich herrlich amüsiert und mich auch sehr über die kurzen Auftritte bekannter Kommissare gefreut.

    ★★★★★

  • Thommie Bayer - Einer fehlt

    • Lilli33
    • 10. Mai 2024 um 16:42

    Thommie Bayer - Einer fehlt


    [kaufen='978-3492070454'][/kaufen]

    Gebundene Ausgabe: 176 Seiten

    Verlag: Piper (28. März 2024)

    ISBN-13: 978-3492070454

    Preis: 24,00 €

    auch als E-Book erhältlich

    Ein wunderbarer Roadtrip und noch viel mehr

    Inhalt:

    Seit vielen Jahrzehnten sind die mittlerweile siebzig Jahre alten Paul, Georg und Schubert befreundet. Daran konnte auch ihre Liebe zu Carolin, der sie alle drei verfallen sind, nichts ändern. Als Georgs Frau Malin stirbt, verschwindet Georg spurlos und die Freunde müssen befürchten, dass er sich etwas antut. So machen sich Paul und Schubert auf die Suche nach Georg, fahren nach Wien, nach Frankreich und schließlich nach Italien, wo die Freundschaft des Trios ihren Anfang nahm.

    Meine Meinung:

    Wieder einmal hat Thommie Bayer es geschafft, mich mit einem kleinen Roman, in dem kein Wort zu viel ist, aber auch keines zu wenig, vollkommen zu begeistern. Die Leichtigkeit seiner Erzählung löst in mir ein Wohlgefühl aus. Zwar bin ich noch nicht ganz so alt wie die drei Freunde, kann mich aber problemlos in sie und die beschriebenen Zeiten hineinversetzen.

    Bayer erzählt von einer tiefen Freundschaft, die Zeiten überdauert und allen Widrigkeiten trotzt. Dazu kommt eine große Liebe, die diese Bezeichnung auch wirklich verdient, denn sie ist absolut uneigennützig.

    Je weiter Paul und Schubert auf der Suche nach Georg fahren, desto weiter kehren sie gedanklich in ihre Vergangenheit zurück. So lernen wir die drei Männer nach und nach immer besser kennen. Natürlich dreht sich auch in diesem Roman wie bei Thommie Bayer üblich vieles um Musik, Malerei und Literatur, denn diesen Künsten haben die Freunde ihr (Berufs-) Leben gewidmet.

    Fazit:

    Ich habe das Lesen dieses kurzen, aber tiefgründigen Romans sehr genossen.

    ★★★★★

  • Osiel Gouneo - Black Romeo

    • Lilli33
    • 10. Mai 2024 um 16:38

    Osiel Gouneo - Black Romeo


    [kaufen='978-3406791192'][/kaufen]

    Gebundene Ausgabe: 251 Seiten

    Verlag: C.H.Beck (14. März 2024)

    ISBN-13: 978-3406791192

    Preis: 28,00 €

    auch als E-Book erhältlich

    Vor allem für Ballettbegeisterte interessant, aber auch für alle, die offen sind

    In Zusammenarbeit mit Thilo Komma-Pöllath entstand diese (Auto-) Biographie des Star-Balletttänzers Osiel Gouneo. Sie ist locker-leicht geschrieben, handelt aber erwartungsgemäß hauptsächlich von Ballett. Es werden viele klassische Ballettstücke erwähnt, auch die tänzerische Arbeit insgesamt durchleuchtet. Insofern ist es sicher von Vorteil, wenn man hier ein wenig Vorwissen bzw. zumindest Interesse mitbringt.

    Osiel Gouneo wurde 1990 in Matanzas auf Kuba geboren, bezeichnet sich selbst als „dunkelschwarzen Afrokubaner“ und ist seit 2017 am Bayerischen Staatsballett in München als Erster Solist engagiert. Er ist kein allzu politischer Mensch, muss sich aber immer wieder mit Rassismus herumschlagen.

    Zum Ballett kam er eher wider Willen - seine Mutter hielt es für eine gute Idee, doch der junge Osiel rebelliert an der Ballettschule, bis dann eines Tages zum Glück doch der Knoten platzt und der Kämpfer Osiel zum Vorschein kommt, der nun nichts mehr will, als an der Spitze zu tanzen.

    Das Buch gibt einen guten Einblick in die Welt des Balletts und vermittelt dabei auch viel Wissen über Kuba. Für mich war es sehr interessant zu lesen.

    ★★★★★

  • Petra Hammesfahr - Die Verlierer

    • Lilli33
    • 7. Mai 2024 um 20:21

    Petra Hammesfahr - Die Verlierer

    [kaufen='https://www.amazon.de/Audible-Die-Ve…&sr=8-1'][/kaufen]

    Format: Hörbuch

    Verlag: Audiobuch (07. Mai 2024)

    Sprecher: Frank Stieren

    Lauflänge: 12 h 30 min, ungekürzt

    auch als broschiertes Taschenbuch und als E-Book erhältlich

    Hätte gerne spannender sein dürfen

    Inhalt:

    Kurz nach der Ankunft auf dem Campingplatz geht Kirsten Keller joggen und kommt nicht mehr zurück. Ihr Mann Fred sitzt den ganzen Urlaub ab und fährt dann wieder nach Hause. Schließlich war Kirsten wenige Monate zuvor schon einmal drei Tage lang unauffindbar. Erst als Freds Schwager ihn verdächtigt, Kirsten getötet zu haben, meldet er sie bei der Polizei als vermisst. Auch Kirstens Sohn aus erster Ehe ist verschwunden. Hat Fred beide ermordet, um ein reiches Erbe anzutreten? Doch dann stellt sich heraus, dass auch noch weitere Frauen verschwunden sind …

    Meine Meinung:

    Was zunächst wie ein handfester Krimi wirkt, stellt sich schließlich als etwas ganz anderes heraus, wobei ich gar nicht genau sagen kann, was eigentlich. ;)

    Die auf dem Cover angepriesene Psycho-Spannung hätte ich mir auch anders vorgestellt. Ich fand den Roman, von ein paar wenigen Szenen abgesehen, leider nicht besonders spannend. Schon früh wird der Leserschaft grob enthüllt, wer dahintersteckt und warum, während die Polizei weiterhin in die falsche Richtung ermittelt.

    Interessant war der Roman auf jeden Fall trotzdem, sodass ich gerne immer weiter gehört habe und doch wissen wollte, wie alles ganz genau zusammenhängt. Ganz zum Schluss konnte Petra Hammesfahr mich dann glatt noch in zwei Punkten überraschen.

    Das Hörbuch ist ungekürzt und wird gelesen von Frank Stieren, der seine Sache ganz großartig macht. Die Stimme ist sehr angenehm, es macht Spaß, ihr zu lauschen. Stieren liest gut betont und lebendig, sodass man stundenlang zuhören kann. Ein Stern geht auf sein Konto. :)

    ★★★★☆

  • Tanja Janz - Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording

    • Lilli33
    • 29. April 2024 um 11:57

    Tanja Janz - Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording


    [kaufen='978-3548068169'][/kaufen]

    Taschenbuch: 304 Seiten

    Verlag: Ullstein (25. April 2024)

    ISBN-13: 978-3548068169

    Preis: 12,99 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Schauspielerei und Urlaubslaune

    Inhalt:

    St. Peter-Ording steht kopf. Es finden Dreharbeiten zu einer neuen Serienfolge statt mit dem beliebten Schauspieler Titus Frank. Als dieser bei einem Brand ums Leben kommt, steht schnell fest: Es war Mord.

    Meine Meinung:

    Dies ist der 3. Band dieser Krimireihe, kann aber problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Tanja Janz’ Schreibstil ist einfach und locker. Man kann das Buch sicher gut im Urlaub am Strand lesen, wo es viel Ablenkung gibt. Denn man muss sich nicht sonderlich konzentrieren, um der Handlung folgen zu können. Diese ist wie der Schreibstil recht einfach gestrickt und in weiten Teilen vorhersehbar. Besonders bei der „Schlussüberraschung“ konnte ich nur noch mit den Augen rollen. Auch Täter und Motiv waren mir leider schon sehr früh klar.

    Ermittelt wird von zwei Dorfpolizisten und deren Familienangehörigen. Zwar sind diese Charaktere äußerst sympathisch dargestellt, aber für meinen Geschmack viel zu naiv. Ein Wunder, dass sie den Fall überhaupt gelöst haben. Richtige Ermittlungsarbeit gibt es hier kaum. Nun gut, das Buch wird ja auch als Cosy Crime angepriesen, und das ist es sicherlich auch. Während man bei anderen Werken dieses Genres aber meist noch viel Witz findet, habe ich diesen hier komplett vermisst. Auch Spannung spielt hier keine allzu große Rolle, dafür die Familienidylle.

    Die Reihe:

    1. Willkommen in St. Peter-(M)Ording

    2. Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording

    3. Tödliche Tide in St. Peter-(M)Ording

    ★★★☆☆

  • Sia Piontek - Die Sehenden und die Toten

    • Lilli33
    • 28. April 2024 um 17:57

    Sia Piontek - Die Sehenden und die Toten


    [kaufen='978-3442206643'][/kaufen]

    Broschiert: 416 Seiten

    Verlag: Goldmann (15. Mai 2024)

    ISBN-13: 978-3442206643

    Preis: 17,00 €

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Einfach nur klasse!

    Inhalt:

    Nach einer unschönen Scheidung will die ehemalige Hamburger Kriminalkommissarin Clara Seidel zusammen mit ihrer siebzehnjährigen Tochter Lana im Wendland Fuß fassen. In der Polizeistation Dannenberg geht es vor allem darum, Verkehrssünder zu ertappen oder mal einen häuslichen Streit zu schlichten. Doch dann wird ein Jugendlicher ermordet und Clara kann endlich wieder ihre Kernkompetenzen ausspielen.

    Meine Meinung:

    Sia Piontek ist das Krimi-Pseudonym von Claudia Wuttke. Von „beiden“ habe ich noch nichts gelesen, aber zumindest für das Krimi-Genre werde ich mir den Namen definitiv merken, denn „Die Sehenden und die Toten“ hat mich von vorne bis hinten einfach nur begeistert.

    Die Story ist total spannend und der Schreibstil absolut fesselnd. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die polizeilichen Ermittlungen sind authentisch dargestellt und die Figuren durchweg interessant. Natürlich haben es mir vor allem Clara und ihre Tochter Lana angetan. Beide haben einen riesigen Rucksack zu tragen, an dem manch andere Person zerbrechen würde. Doch diese beiden nehmen ihre Situation an und stellen sich ihr. Sie sind auch bereit, über ihren eigenen Schatten zu springen und über sich hinauszuwachsen. Aber sie sind keine unbesiegbaren Heldinnen und so kommt es auch immer wieder zu Schwächen, die man gut nachvollziehen kann.

    Der Kriminalfall erscheint zunächst sehr undurchsichtig. Es gibt viele Spuren, doch keine Beweise. Clara ist auf ihren ausgeprägten kriminalistischen Instinkt angewiesen und auf die gute Zusammenarbeit mit ihren Kolleg*innen. Die Ermittlungen führen in verschiedene Richtungen. Dadurch werden im Buch verschiedene aktuelle Themen angesprochen.

    Nebenbei habe ich durch die anschaulichen Beschreibungen der Region eine bildhafte Vorstellung vom Wendland bekommen, das für mich bisher ein weißer Fleck auf der Landkarte war.

    „Die Sehenden und die Toten“ ist der Auftakt zu einer neuen Reihe. Band 2 ist bereits in Arbeit. Ich freue mich schon darauf!

    ★★★★★

  • Gisa Pauly - Die Tote am Watt

    • Lilli33
    • 19. April 2024 um 12:37

    Taschenbuch: 368 Seiten

    Verlag: Piper (1. Mai 2007)

    ISBN-13: 978-3492247689

    Preis: 12,00 €

    auch als E-Book und als Hörbucherhältlich

    Unterhaltsam und spannend

    Inhalt:

    Carlotta Capella reist zum ersten Mal in ihrem Leben von Umbrien nach Sylt, um dort ein paar Tage mit der Familie ihrer verstorbenen Tochter zu verbringen. Leider kann sich ihr Schwiegersohn kaum um sie kümmern. Erik ist Kriminalkommissar und bekommt es ausgerechnet jetzt mit einem Mordfall zu tun. Doch kein Problem: Mamma Carlotta ermittelt neben ihrer Leidenschaft, dem Kochen, einfach auf eigene Faust mit und gerät dabei natürlich in höchste Lebensgefahr.

    Meine Meinung:

    „Die Tote am Watt“ ist der erste Band der Mamma Carlotta-Reihe. So ist es nachvollziehbar, dass die Story ein bisschen gemächlich los geht und erst mal die Personen eingeführt werden müssen. Auch das ist schon sehr nett zu lesen. Ich musste diverse Male über Mamma Carlottas pragmatische und manchmal naive Art schmunzeln. Dieser Charakter verkörpert die typische „italienische Mamma“ extrem gut. Eine große und weitläufige Familie, gutes Essen und Trinken - das ist das Wichtigste im Leben.

    Etwas gestört hat mich in der ersten Hälfte dann aber, dass Carlotta sich dermaßen auf den bis dahin einzigen Verdächtigen versteift hat, obwohl alle Indizien für seine Unschuld sprachen. Die zweite Hälfte des Krimis hat es dann aber in sich. Die Toten werden immer zahlreicher, die Verdächtigen ebenso. Die Ereignisse überschlagen sich schier und die überraschenden Wendungen halten die Leserschaft in Atem. Aber keine Angst - schlaflose Nächte und Albträume muss niemand befürchten.

    Fazit:

    Ein überraschend spannender und wohldosiert humorvoller Cosy Crime.

    Die Reihe:

    1. Die Tote am Watt

    2. Gestrandet

    3. Tod im Dünengras

    4. Flammen im Sand

    5. Inselzirkus

    6. Küstennebel

    7. Kurschatten

    8. Strandläufer

    9. Sonnendeck

    10. Gegenwind

    11. Vogelkoje

    12. Wellenbrecher

    13. Sturmflut

    14. Zugvögel

    15. Lachmöwe

    16. Schwarze Schafe

    17. Treibholz

    18. Breitseite

    ★★★★☆

  • Barbara Kingsolver - Demon Copperhead

    • Lilli33
    • 15. April 2024 um 20:04

    Barbara Kingsolver - Demon Copperhead

    [kaufen='9783839821046'][/kaufen]

    Format: Audio-CDs oder Download

    Lauflänge: gekürzt, 18 h 33 min

    Sprecher: Fabian Busch

    Verlag: Argon Verlag (28. Februar 2024)

    ISBN-13: 978-3839821046 bzw. 978-3732474646

    Originaltitel: Demon Copperhead

    Übersetzung: Dirk van Gunsteren

    auch als Hardcover und als E-Book erhältlich

    Ein Buch wie ein Leben

    Inhalt:

    Demon Copperhead kommt in einer Trailer-Siedlung als Kind einer Teenie-Drogensüchtigen zur Welt, und von da an geht es kontinuierlich bergab. Die Mutter ist überfordert, die Nachbarn kümmern sich, so gut es geht. Es folgen Pflegefamilien, in denen Demon die unterschiedlichsten Erfahrungen macht. Drogen und Tod begleiten den Jungen auf allen Wegen seines Lebens.

    Meine Meinung:

    Der junge Demon Copperhead erzählt uns hier von seinem bisherigen Leben, das alles andere als rosig war. Geprägt von Armut, Vernachlässigung und Drogen muss der Junge sich seinen Weg durchs Leben suchen. Dabei ist er in vielen Situationen auf sich selbst gestellt, muss viele Enttäuschungen wegstecken, oft erhält er aber auch unverhofft Unterstützung durch freundliche Menschen.

    Barbara Kingsolver stellt Demons Kindheit und Jugend so detailliert und lebendig dar, dass man den Eindruck hat, selbst dabei zu sein. Was sie erzählt, ist eigentlich absolut bedrückend, denn Demons Lebensumstände sind einfach nur fürchterlich. Und doch steckt in jedem Satz ein Funken Hoffnung, eine Prise Lebensmut. Dieser Junge lässt sich einfach nicht unterkriegen, auch wenn er schon ganz am Boden ist. Wohl dosierter Humor macht das Unerträgliche erträglich, ohne jemals etwas ins Lächerliche zu ziehen.

    Mit weit über 800 Seiten ist die Hardcover-Ausgabe dieses Buches ein dicker Brocken und doch konnte ich nicht genug davon bekommen. Ich habe „Demon Copperhead“ als Hörbuch gehört, wobei ich im Vorhinein ein wenig Bedenken hatte ob der Länge von über 18 Stunden, denn meistens kann ich Hörbüchern nicht so gut folgen und drifte nach einer gewissen Zeit mit den Gedanken ab. Doch zum einen ist diese Geschichte so fesselnd und ergreifend, dass ich überhaupt kein Problem hatte dranzubleiben. Zum anderen macht der Sprecher Fabian Busch seine Sache ganz hervorragend und verleiht dem jungen Demon eine super passende Stimme und dem Buch damit die notwendige Atmosphäre. Im Allgemeinen mag ich eigentlich keine gekürzten Lesungen, aber auch das hat mich hier überhaupt nicht gestört. Kurz: Dieses (Hör-) Buch hat mich komplett begeistert.

    ★★★★★

  • Anne Freytag - Lügen, die wir uns erzählen

    • Lilli33
    • 13. April 2024 um 22:19

    Anne Freytag - Lügen, die wir uns erzählen

    [kaufen='https://www.amazon.de/L%C3%BCgen-die…id=&sr='][/kaufen]

    Format: Hörbuch

    Verlag: Saga Egmont (1. April 2024)

    Lauflänge: 10 h 45 min, ungekürzt

    Sprecherinnen: Stefanie Wittgenstein und Lara Hoffmann

    auch als Hardcover und als E-Book erhältlich

    Szenen einer Trennung

    Inhalt:

    Helene ist 47 Jahre alt und Mutter zweier pubertierender Kinder, als ihr Mann Georg sie wegen einer anderen verlässt. Die ganze Familie droht auseinander zu fallen. Helene muss sich und ihr Leben komplett neu sortieren und Altlasten aufarbeiten, um eine Zukunft zu haben.

    Meine Meinung:

    Ich liebe die Bücher von Anne Freytag und bin jedes Mal begeistert, wie treffend die Autorin die Gefühle ihrer Protagonist*innen einfangen kann. Es fällt mir dadurch immer sehr leicht, mich in die verschiedenen Personen hineinzuversetzen und ihre Handlungsweisen zu verstehen. Genau so ging es mir auch bei diesem Roman.

    Gelungen fand ich die zwei Perspektiven, aus denen erzählt wird. Man würde vielleicht vermuten, die Geschichte aus Helenes Sicht und aus der ihres Mannes Georg zu hören. Tatsächlich kommt hier aber nicht Georg zu Wort, sondern Helenes Tochter Anna, die ihrer Mutter die komplette Schuld an der Trennung gibt. Sie ist ein typisches pubertierendes Mädchen, das gerade selbst nicht so recht weiß, wo sie im Leben hingehört.

    In Rückblenden kommt vieles zum Vorschein, das für die gegenwärtige Situation ursächlich ist und nie richtig aufgearbeitet wurde. Die verschiedenen Perspektiven und Zeiten ergeben nach und nach ein komplettes Bild dieses „Familiendramas“.

    Die beiden Sprecherinnen haben gut gelesen. Allerdings war mir ihre Stimmlage nicht wirklich angenehm, sodass meine Ohren öfter mal eine Pause brauchten.

    ★★★★☆

  • Pierre Lagrange - Bedrohliche Provence

    • Lilli33
    • 11. April 2024 um 18:45

    Pierre Lagrange - Bedrohliche Provence

    [kaufen='978-3651001244'][/kaufen]

    Broschiert: 320 Seiten

    Verlag: Fischer Scherz (24. April 2024)

    ISBN-13: 978-3651001244

    Preis: 18,00 €

    auch als E-Book erhältlich

    Kurzweilig und spannend

    Inhalt:

    Albin Leclerc kann es einfach nicht lassen. Wieder einmal mischt er sich in die Arbeit der Polizei von Carpentras ein, wobei er zunächst ein persönliches Motiv hat: Ein alter Freund bat ihn, nach seiner vermissten Nichte und deren Lebensgefährten zu suchen. Doch die beiden werden schon bald ermordet aufgefunden, und es folgen weitere Morde …

    Meine Meinung:

    Der Jubiläumsband (10. Teil der Reihe) hat mir gut gefallen. Er hat für meinen Geschmack die richtige Mischung zwischen „echter“ polizeilicher Ermittlung und Albin Leclercs „Sondereinsatz“ sowie zwischen Kriminalfall und Privatleben. Letzteres hält sich angenehm im Hintergrund.

    Der locker-leichte Schreibstil und die beschriebene Atmosphäre sorgen für ein tolles Provence-Urlaubsfeeling, sodass man zuweilen kurz vergessen kann, dass man eigentlich von Mord und Totschlag liest. Doch schnell wird man wieder auf Spur gebracht und darf der Polizei bei ihrer korrekten Ermittlungsarbeit und dem Ex-Commissaire Leclerc bei seinen unkonventionellen Sondereinlagen über die Schulter schauen. Falsche Fährten, überraschende Wendungen, aber auch mal vorhersehbare Ereignisse setzen sich zu einem Krimi zusammen, bei dem man gut selbst miträtseln kann. Und am Schluss wird der Fall restlos aufgeklärt. So mag ich es.

    Das Schöne bei dieser Reihe ist, dass man die einzelnen Teile unabhängig voneinander lesen kann. Sie sind jeweils abgeschlossen und man braucht keine Vorkenntnisse.

    Die Reihe:

    1. Tod in der Provence

    2. Blutrote Provence

    3. Mörderische Provence

    4. Schatten der Provence

    5. Düstere Provence

    6. Eiskalte Provence

    7. Trügerische Provence

    8. Gnadenlose Provence

    9. Unheilvolle Provence

    10. Bedrohliche Provence

    ★★★★☆

  • Christian v. Ditfurth - Ultimatum

    • Lilli33
    • 10. April 2024 um 20:07

    Christian v. Ditfurth - Ultimatum

    [kaufen='9783328107156'][/kaufen]

    aschenbuch: 448 Seiten

    Verlag: Penguin (12. Juli 2021)

    ISBN-13: 978-3328107156

    Preis: 10,00 €

    auch als E-Book erhältlich

    War leider nicht meins

    Inhalt:

    In Berlin wird der Mann der Kanzlerin entführt. Die Entführer verlangen Unmögliches. Als nächstes ist die Frau des französischen Präsidenten dran. Auch eine weitere Frau und ihr Sohn werden entführt. Und die Leichen russischer Funktionäre stapeln sich bald. Erster Hauptkommissar de Both und sein Team ermitteln gegen alle Widerstände …

    Meine Meinung:

    Da ich von Christian v. Ditfurth schon viel Gutes gehört hatte, habe ich mir dieses Buch aus dem Fundus meines Sohnes geschnappt, um mir ein eigenes Bild zu machen. Hätte ich es doch nur bleiben lassen! Es war vergeudete Lesezeit.

    Dabei beginnt die Story noch ziemlich spannend und vielversprechend. Doch bald verpufft die Spannung einfach und es zieht sich bis zum Ende zäh dahin. Am Schluss bleibt dann leider einiges - sogar Wesentliches - auch noch vollkommen offen. Da fühlte ich mich schon ein wenig veräppelt.

    Schon der stakkatoartige Schreibstil war nicht wirklich meins. Abgehackte Sätze, die eigentlich durch Kommata und Verben verbunden gehören. 228 Kapitel auf 446 Seiten mit ständigem Perspektivwechsel und einer Vielzahl von handelnden oder schwafelnden Personen. Da kam bei mir kein Lesefluss auf. So war das Buch leider eine Enttäuschung.

    Die Reihe:

    1. Heldenfabrik

    2. Zwei Sekunden

    3. Giftflut

    4. Schattenmänner

    5. Ultimatum

    6. Terrorland

    7. Endzeit

    ★★☆☆☆

  • Karin Fossum - Der Nachtläufer

    • Lilli33
    • 9. April 2024 um 18:51

    Karin Fossum - Der Nachtläufer


    [kaufen='9788727054827'][/kaufen]

    Format: Hörbuch-Download

    Verlag: SAGA Egmont (11. April 2024)

    Sprecher: Frank Stieren

    Lauflänge: 6 h 43 min, ungekürzt

    Originaltitel: Natteløperen

    Übersetzung: Roland Hoffmann

    auch als Taschenbuch und als E-Book erhältlich

    Mehr Roman als Krimi

    Inhalt:

    Meidel Jonsson ist gerade 18 Jahre alt, als sein Großvater Lennart plötzlich stirbt. Sein Vater ist im Gefängnis, die Mutter in einer Psychiatrischen Klinik. Ganz auf sich allein gestellt, kommt der Junge auf eine abstruse Idee …

    Der Nachtläufer besucht die Menschen mitten in der Nacht, zielt mit einer Pistole auf sie und drückt ab. Doch nicht jede*r muss sterben. Eddie Feber macht sich auf die Jagd nach dem mysteriösen Einbrecher.

    Meine Meinung:

    „Der Nachtläufer“ ist der Auftaktband der Eddie Feber-Reihe, konnte mich aber leider nicht vollends überzeugen. Ich hatte wohl falsche Erwartungen, hatte mir einen handfesten Krimi erhofft. Aber eigentlich ist es mehr ein Roman, dem viel von der möglichen Spannung genommen wird, nachdem die Leserschaft schon früh erfährt, wer der Täter und was sein System ist. Lediglich die Polizei hinkt dem hinterher.

    Ein Großteil des Buches wird aus der Perspektive des Täters erzählt. Seine Gedanken, Gefühle, Ängste und Erwartungen konnten mich jedoch nicht immer erreichen. Es war einfach nicht mein Ding. Viel lieber hätte ich mehr über die polizeilichen Ermittlungen gehört, die interessant und auch authentisch dargestellt werden.

    Am besten gefielen mir noch die Verwicklungen, die sich gegen Ende ereignen. Hier bekommt ein Bösewicht im übertragenen Sinn ordentlich was auf die Mütze, was ich ganz witzig fand.

    Das ungekürzte Hörbuch wird von Frank Stieren gelesen. Er macht seine Sache recht gut. Die Stimme fand ich angenehm und fesselnd.

    ★★★☆☆

  • Alex North - Der Kinderflüsterer

    • Lilli33
    • 3. April 2024 um 20:40

    Taschenbuch: 448 Seiten

    Verlag: Blanvalet (21. Juni 2021)

    ISBN-13: 978-3734107344

    Originaltitel: The Whisper Man

    Übersetzung: Leena Flegler

    auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

    Sehr spannend, aber für Eltern schwer zu ertragen

    Inhalt:

    Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau will Tom Kennedy mit seinem siebenjährigen Sohn Jake woanders ein neues Leben anfangen. Er kauft ein altes Haus in Featherbank, nicht wissend, dass in dem Ort gerade ein kleiner Junge entführt wurde. Der Fall erinnert stark an eine Reihe von Verbrechen vor zwanzig Jahren. Und schon bald stecken Tom und Jake mittendrin.

    Meine Meinung:

    Ich empfand diesen Roman als sehr spannend. Gleichzeitig war es für mich als Mutter schwer zu ertragen, dass hier kleinen Kindern Gewalt angetan wird, auch wenn man dies nicht direkt mitbekommt.

    Dem Autor ist es sehr gut gelungen, die Figuren zu charakterisieren und ihre Beziehungen zueinander glaubhaft darzustellen. Hier gibt es einige wunde Punkte, die sich auf die Story auswirken.

    Was ich nicht erwartet hatte und was mich auch ein wenig gestört hat,

    Spoiler anzeigen

    waren die mystischen Einlagen.

    Zudem wirkt die Story an einigen Stellen etwas konstruiert. Dem Protagonisten kann ich einige Handlungsweisen bzw. sein Unwissen über bestimmte Dinge nicht gut abnehmen. Doch das sind nur Kleinigkeiten. Im Großen und Ganzen hat mich Alex North dermaßen gefesselt, dass ich das Buch in nur einem Tag beendet hatte, weil ich einfach immer wissen musste, wie es ausgeht.

    ★★★★☆

  • Wolfram Fleischhauer - Das Buch, in dem die Welt verschwand

    • Lilli33
    • 2. April 2024 um 20:05

    Taschenbuch: 496 Seiten

    Verlag: Knaur (1. November 2004)

    ISBN-13: 978-3426627754

    Klasse Anfang, aber dann eher langweilig

    Inhalt:

    Nürnberg, 1780. Der junge Arzt Nicolai Röschlaub wird hinzugezogen, um den mysteriösen Tod des Grafen Alldorf zu untersuchen. Die Situation ist sehr undurchsichtig, und Nicolai weiß nicht, wem er trauen kann.

    Meine Meinung:

    Der Anfang dieses Buchs hat mich positiv überrascht. Er war (für einen historischen Roman) ziemlich flott und spannend geschrieben . Besonders die Darstellung der damaligen medizinischen Kenntnisse und Unkenntnisse hat mich begeistert.

    Nicolai hat mir als Protagonist gut gefallen. Er hat das Herz am rechten Fleck und versucht, in jeder Situation sein Bestes zu geben, ohne ein Superheld zu sein.

    Bis etwa zur Hälfte konnte mich der Roman richtig gut fesseln, doch dann wurde alles ziemlich unscharf. Es wird wild hin und her überlegt und philosophiert. Es folgen weitere Verbrechen und Verschwörungen, deren Auflösung und Zusammenhang erst am Schluss offenbart wird - und selbst dann nicht ganz. Hier fühlte ich mich vom Autor im Stich gelassen, und das Durchhalten fiel mir schwer. Viele Gedanken waren für mich einfach nicht greifbar.

    ★★★☆☆


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