Charlotte Roche - Feuchtgebiete

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  • Allerdings stellt Feuchtgebiete für mich weder p.o.r.n.o.graphie noch provokativen Feminismus dar, sondern schlicht gesagt - ein Jugendbuch.


    Wenn man nur den vom Verlag zur Verfügung gestellten Ausschnitt aus dem 1. Kapitel liest (auf libri.de), dann erscheint mir das Buch schon pornografisch. Die dort geschilderte Masturbationsgeschichte ist doch einem Hardcore-Porno entnommen. Daher finde ich deine Klassifikation "Jugendbuch" schon ein wenig provokant, auch wenn ich aufgrund deiner Argumentation schon verstehe, worum es Dir geht.


    Gruß, Thomas


  • Wenn man nur den vom Verlag zur Verfügung gestellten Ausschnitt aus dem 1. Kapitel liest (auf libri.de), dann erscheint mir das Buch schon pornografisch. Die dort geschilderte Masturbationsgeschichte ist doch einem Hardcore-Porno entnommen.


    Hmm, würdest du dann z.B. Houellebecq auch als pornographischen Autor nennen? Schreiben alle Nackenbeißer-Autoren Pornos? Und was ist mit den historischen Romanen, in denen detaillierte Vergewaltigungen keine Seltenheit sind? Alles Porno?
    Und was verstehst du unter Hardcore-Porno?


    Ich denke einfach, dass jüngere Generationen mit solchen Dingen sehr viel einfacher umgehen können. Solche Masturbationsszenen habe ich hier nicht zum ersten Mal gelesen und zumindest für mich muss ein Buch schon etwas mehr auf diesen Bereich konzentriert sein, um als pornographisch zu gelten. Baise-moi - Fick mich von Virginie Despentes zum Beispiel ist für mich so ein Fall. Dagegen scheint die Bezeichnung von Feuchtgebiete als Jugendbuch durchaus gerechtfertigt.


    lg,


    mondpilz

  • Als Jugendbuch würde ich Feuchtgebiete jetz auch nicht ansehen.


    Ich gebe zu, dass ich am Anfang doch ziemlich geschockt war, als ich das Buch las, es dann aber mit Humor genommen habe.
    Letzte Woche war ich dann auf einer Vorlesung von Charlotte Roche und ich muss echt sagen, dass ich das Buch jetz wieder ernster nehme. Ich weiß nicht, ob ich mich da vielleicht etwas zu leicht überzeugen ließ, aber irgendwie hat sie schon recht. Heutzutage muss es so etwas schon schocken, um überhaupt irgendwie Leute wach zu rütteln. Vieles sollte einem vielleicht nicht zu peinlich sein und sie meinte auch, dass sie ja nicht will, dass man alles aus ihrem Buch nachmacht (sie glaubt übrigens auch gar nicht, dass das alles funktioniert), aber dass man einfach offener darüber redet. Da is schon irgendwie was dran!

    "This was another of our fears: that Life wouldn't turn out to be like Literature" (Julian Barnes - The Sense of an Ending)

  • Wisst ihr was? Ihr habt's geschafft, ihr habt mich neugierig gemacht. Eigentlich hat mich das Buch überhaupt nicht interessiert und nachdem da so ein Wirbel drum veranstaltet wurde, schon gar nicht mehr.


    Mittlerweile bin ich aber doch wieder neugierig geworden. Vor ein paar Tagen habe ich bei iTunes zufällig das Hörbuch gesehen und mir die dazugehörende Hörprobe angehört. Finde ich witzig und hat mich bestärkt, mir das Buch mal anzutun.


    Ein bisschen warten muss ich allerdings noch darauf, in der Bibliothek hat es noch einige Vormerkungen. (Kaufen möchte ich es mir dann auch wieder nicht. :breitgrins: )

  • Letzte Woche war ich dann auf einer Vorlesung von Charlotte Roche und ich muss echt sagen, dass ich das Buch jetz wieder ernster nehme. Ich weiß nicht, ob ich mich da vielleicht etwas zu leicht überzeugen ließ, aber irgendwie hat sie schon recht. Heutzutage muss es so etwas schon schocken, um überhaupt irgendwie Leute wach zu rütteln.


    Das hört sich zwar plausibel an, aber ich bin sicher, dass dieses Buch gar nichts in dieser Richtung bewegen wird. Nur das Bankkonto von Frau Roche wird sich füllen. Es gab schon andere "Skandalbücher", die sich mindestens ebenso gut verkauft haben, man denke an Wallraffs "Ganz unten", hat das irgendwas bewirkt?


    Gruß, Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Klassikfreund ()

  • Es gab schon andere "Skandalbücher", die sich mindestens ebenso gut verkauft haben, man denke an Wallraffs "Ganz unten", hat das irgendwas bewirkt?


    Bei mir schon. "Ganz unten" habe ich zu Schulzeiten gelesen, und ich möchte behaupten, dass diese Lektüre mein Sozialempfinden bis heute nachhaltig beeinflusst und Auswirkungen auf mein politisches und moralisches Denken gehabt hat.


    Ich denke aber, die Leser moralisch oder politisch aufzurütteln, ist nicht unbedingt die Absicht der "Feuchtgebiete", oder? Was mich an diesem Buch und insbesondere an dem Rummel darum stört: Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber aus den Berichten darüber schließe ich, dass eine doch eher einfach gestrickte Geschichte garniert wird mit detaillierten und drastischen Schilderungen bestimmter Körperregionen und Sexualpraktiken, die so vielleicht selten in einem Bestseller zu finden sind. Und da scheint mir der Schockeffekt zu sehr im Vordergrund zu stehen, nur um des Schockeffektes willen. Wie bei Splatterfilmen, in denen die Handlung völlig nebensächlich ist, hauptsache es fliegen genügend Blut und Gedärm durchs Bild... (Die Anhänger/innen der "Feuchtgebiete" mögen mir diese Analogie verzeihen.:rollen: :breitgrins:)

  • ... in der Bibliothek hat es noch einige Vormerkungen.


    In unserer Bücherei lag es bei meinem letzten Besuch mindestens eine halbe Stunde auf dem Tisch der Neuerscheinungen und keiner wollte es haben.



    Frau Roche war sich wahrscheinlich darüber im Klaren, dass sie etwas ganz Neues bringen muss, wenn sie ins Gespräch kommen und ihre Verkaufszahlen nach oben bewegen möchte. Bei der Vielzahl an Neuerscheinungen muss es einfach etwas Ausgefallenes sein, und das ist ihr allem Anschein nach gelungen.

  • Bei mir schon. "Ganz unten" habe ich zu Schulzeiten gelesen, und ich möchte behaupten, dass diese Lektüre mein Sozialempfinden bis heute nachhaltig beeinflusst und Auswirkungen auf mein politisches und moralisches Denken gehabt hat.


    Auf mein Denken auch. Das Buch hat mich neben einigen Büchern zur Entwicklungspolitik stark geprägt. Doch letztlich dreht sich die Welt weiter und heute wo ich etwas mehr Einfluss auf die Gesellschaft/Politik nehmen könnte als zur Schülerzeit habe ich konservativere Ansichten zu so manchen dort behandelten Themen.


    Eine gewisse Grundeinstellung hat das Buch sicher erzeugt, nur die Welt wird im Augenblick von ganz anderen Faktoren bestimmt (Stichwort: Globalisierung), die vor 25 Jahren kaum jemand thematisiert hat. "Ganz unten" und auch Ditfurths "Apfelbäumchen" wirken da ein wenig antiquiert. Bücher, die viel Lärm machen, verblassen halt auch schnell.


    Bei den Feuchtgebieten kommt es mir so vor, als ob es nur um Lärm ginge. Das Konzept ist doch trivial. Das Buch wäre zudem nie veröffentlicht worden, wenn nicht Frau Roche dahinter gestanden hätte.


    Gruß, Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Klassikfreund ()


  • Bei den Feuchtgebieten kommt es mir so vor, als ob es nur um Lärm ginge. Das Konzept ist doch trivial. Das Buch wäre zudem nie veröffentlicht worden, wenn nicht Frau Roche dahinter gestanden hätte.


    Worauf stützt du diese Behauptung denn bitte? Auf deine Lektüre des Buches vielleicht?


    Natürlich wäre es nie so ein Erfolg geworden, nie so öffentlich diskutiert worden und als Skandalbuch hätte man es wohl auch nicht betitelt! Das wollte ich mit meiner Rezension auch sagen: Dass der Hype um das Buch die eigentlich nette Geschichte überlagert und sich alles nur um die Ekelszenen und die Hygiene dreht.
    Aber ich sehe wirklich keinen Grund, warum es nicht veröffentlicht hätte werden sollen. Da sind schon um Längen schlechtere Bücher erschienen.



    lg,


    mondpilz

  • Aber ich sehe wirklich keinen Grund, warum es nicht veröffentlicht hätte werden sollen. Da sind schon um Längen schlechtere Bücher erschienen.


    Du verstehst mein Argument nicht richtig. Mir geht es vielmehr darum auszudrücken, dass ein junger, unbekannter Autor mit diesem Buch ziemlich sicher bei den großen Verlagen abgeblitzt wäre. Frau Roche oder Hera Lind passiert das halt nicht. Ich habe nichts gegen die Veröffentlichung dieses Buches, aber es ist ganz sicher nicht veröffentlicht worden, weil man an dessen literarische Qualität geglaubt hat.


    Gruß, Thomas

  • Hmm, würdest du dann z.B. Houellebecq auch als p.o.r.n.o.graphischen Autor nennen? Schreiben alle Nackenbeißer-Autoren p.o.r.n.o.s? Und was ist mit den historischen Romanen, in denen detaillierte Vergewaltigungen keine Seltenheit sind? Alles p.o.r.n.o.?
    Und was verstehst du unter Hardcore-p.o.r.n.o.?


    Ein großer Verlag (Kiepenheuer & Witsch) hat das Buch wegen der p.o.r.n.o.grafischen/anstößigen Szenen immerhin abgelehnt. Ob Nackenbeißer oder so mancher historischer Roman evtl. auch darunter fallen müsste, weiß ich nicht.


    Gruß, Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Klassikfreund ()

  • Zu dieser Verlagsgeschichte:
    Auf der Vorlesung meinte Charlotte Roche, dass die Leute vom Verlag beim ersten Treffen zu ihr gesagt hätten, dass, wenn sie ein richtiges Skandal-Buch schreiben will, sie "ordentlich Gas geben muss".
    Als sie ihnen dann die ersten 40 Seiten präsentiert hat, meinten die dann, es sei pornographisch.


    Ich persönlich finde, dass der Verlag sich da schon etwas daneben benommen hat. In den ersten Seiten steckt bestimmt schon viel Arbeit und dann lehnt er das Buch ab, obwohl er selbst ja meinte, dass Frau Roche sehr offen sein soll.

    "This was another of our fears: that Life wouldn't turn out to be like Literature" (Julian Barnes - The Sense of an Ending)


  • Du verstehst mein Argument nicht richtig. Mir geht es vielmehr darum auszudrücken, dass ein junger, unbekannter Autor mit diesem Buch ziemlich sicher bei den großen Verlagen abgeblitzt wäre. Frau Roche oder Hera Lind passiert das halt nicht. Ich habe nichts gegen die Veröffentlichung dieses Buches, aber es ist ganz sicher nicht veröffentlicht worden, weil man an dessen literarische Qualität geglaubt hat.


    Gruß, Thomas


    Damit hast du sicher Recht. Aber dieses Argument gilt wohl in allen Lebenlsagen. Vitamin B, gute Verbindungen, Promistatus... natürlich hilft das alles, wenn man ein Buch veröffentlichen will oder sich um einen besonders gefragten Job bewirbt, oder eine ganz großartige Wohnung mieten möchte. Das sagt aber gar nichts über die Qualität des Romans aus. Höchstens über die Verlage. Und die machen sich natürlich Sorgen, ob ein derartiges Buch sich auch gut verkauft, wenn ein x-beliebiger unbekannter Name draufsteht. Bei Charlotte Roche können sie sicher sein, dass trotz des Skandalstatus' des Buches (und vielleicht gerade deshalb) viele Leute es kaufen wollen.
    Leider ist es hier ja wirklich so, dass die eigentliche Geschichte durch diesen Hype (oder eher Anti-Hype) völlig untergeht. Ich persönlich fand den Schreibstil ja nicht besonders gut, aber trotzdem hat mir das Buch gefallen, vor allem auch, weil einfach sehr, sehr offen über Dinge gesprochen wird, die sonst totgeschwiegen werden. Dafür darf man schon mal seinen Promistatus als Charlotte Roche "ausnutzen", finde ich. :zwinker:


    Liebe Grüße,
    Wendy

    Jahresziel: 2/52<br />SLW 2018: 1/10<br />Mein Blog

  • Hallo!


    So, die Neugier hat gesiegt. Ich bin auf das Buch durch eine Rezi im Spiegel gestoßen (nein, durch ein Interview mit Charlotte Roche dort) und habe ehrlich gesagt etwas ganz anderes erwartet, als ich am Ende erfahren musste.
    Zuerst mein Fazit: Ekelhaft!
    Ich bin wahrlich nicht zimperlich, ich kann hundertseitenlange Abhandlungen darüber lesen, wie ein Mann eine Frau zum Höhepunkt bringt, ich kann mit Verletzungen (fast) jeder Art in Büchern umgehen und auch sonst schaue ich hin, wo ich hinschauen will, falls ihr versteht, was ich meine :breitgrins: Will sagen: Ich bezeichne nicht vieles als ekelhaft, vielleicht eher als "nicht mein Geschmack" oder "etwas derb". Aber dieses Buch fand ich stellenweise wirklich lesensunwürdig. Habe es trotzdem getan. Wie gesagt, die Neugier...
    Mit all den sexuellen Fantasien einer (meiner Meinung nach unglaubwürdigen) 18jährigen konnte ich ja noch umgehen. Klar, komplett überspitzt dargestellt, aber okay. Das Hauptaugenmerk aber, diese Hygienesache, die ging mir dann aber doch etwas gegen meine Vorstellung von Ästhetik und Moral :Kreuz: Ja, ich gebe zu, mir kam es teilweise wirklich hoch (Sorry!). Dies betrifft besonders die Szene,

    . An der Stelle musste ich arg mit mir kämpfen. Dazu war ich dann doch zu zart beseitet (oder meine Fantasie zu lebhaft).
    Neben all diesen Darstellungen in bunten Farben mit teilweise sehr witzigen, teilweise aber auch sehr derben Wörtern, gibt es noch die Geschichte um die kaputte Familie. Die hätte man sich wirklich schenken können. Das ist der eigentlich unglaubwürdige Teil in diesem Buch, würde ich sagen. Sexuelle Fantasien und 'Ausführungen', kein Problem, dann ist es Pornografie oder eben ein erotischer Roman. Aber dann eine solche Geschichte einbauen zu wollen, mit zehn Zeilen im 'Vorspann', drei Sätze zwischendrin und am Ende noch zwei Seiten - das macht es für mich weder zum Jugendbuch noch zur Darstellung von wirklichen Problemen der jungen Generation (zu der ich mich mal noch mit hinzuzähle). Das war in meinen Augen reines Alibi, um eben nicht ein vollkommen zweckfreies "Pornobuch" zu schreiben. Und vom Ende wollen wir mal gar nicht sprechen. Nein, ich habe da wirklich etwas anderes erwartet. Zum Glück habe ich es mir nicht gekauft...


    LG

  • Hmmm..überall wird über dieses Buch geredet, diskutiert oder sonst wo lese ich darüber....ich glaub,ich sollte es auch mal zu Hand nehmen....es scheinen,aber anscheinend schon einige "ungewöhnliche" (noch sanft ausgedrückt) Aspekte in diesem Buch vorzukommen...bin mal gespannt wie ich auf die detaillierten Erzählungen reagiere...
    Aber schon zum Thema "Hygiene", hat Charlotte Roche ein Aspekt aufgegriffen, über den ich auch schon öfters nachgedacht habe, denn meines Erachtens haben wir wirklich einen Hygiene-Zwang, der in einigen Fällen nicht mehr gesund ist. Denn Bakterien haben nicht immer einen Nachteil, denn durch eingefangene Bakterien bilden wir Antikörper und können dadurch sogar unser Immunsystem stärken,solange man es eben auch hier wieder nicht übertreibt. Die meisten sind heute überhygienisch und sind dadurch auch leichter anfällig für Krankheiten und auch Allergien... Man muss eben den Mittelweg finden,sodass man weder unhygienisch noch überhygienisch ist...
    lg


  • ... gibt es noch die Geschichte um die kaputte Familie. Die hätte man sich wirklich schenken können. Das ist der eigentlich unglaubwürdige Teil in diesem Buch, würde ich sagen.


    Komisch! Genau den Teil fand ich eigentlich interessant. Weil mir die Problematik für eine Spätpupertierende am realistischsten vorkam. Der Rest war nur Rahmenhandlung.

    "Es ist die Pflicht eines jeden, es auch auszusprechen, wenn er etwas als falsch erkennt." --- Stefan Heym, 2001

  • Komisch! Genau den Teil fand ich eigentlich interessant. Weil mir die Problematik für eine Spätpupertierende am realistischsten vorkam. Der Rest war nur Rahmenhandlung.


    Wenn ich mich recht entsinne, meinte die Autorin auch, dass gerade dieser Teil die stärksten autobiografischen Züge tragen würde. Ich denke also schon, dass es ihr wichtig war, und dass man es nicht als unglaubwürdig oder gar als Alibi betrachten sollte.


    Ganz unabhängig von dem tatsächlich nicht herausragendem literarischen Wert (den ich auch nicht erwartet hatte), sehe ich "Fechtgebiete" keinesfalls als "Pornobuch" - eher im Gegenteil. Im Porno ist alles unrealistisch clean bis klinisch. Die Sexualität wird der eigentlich ekelhaften bzw. dreckigen (und das meine ich keinesfalls negativ) Komponente beraubt und zu etwas Abstrakten bis Absurdem gemacht, das unerreichbar ist. Hier wird eher das Gegenteil gezeigt.


    Natürlich gibt es Übertreibungen und natürlich bleibt auch die Vermutung, dass die Ekelszenen zum Verkaufs- und Provokationszweck bewusst eingesetzt wurden. Nicht weniger möglich ist es aber, dass provoziert wurde um eine längst überfällige Diskussion in Gang zu bringen. Allein schon weil dies gelungen ist, und weil offensichtlich ein Bedarf diesbezüglich vorhanden war und ist, erlangt „Feuchtgebiete“ für mich persönlich seine Daseinberechtigung.


    Ob das nun unbedingt Aufgabe eines Buchs ist, oder ob es nicht viel mehr eigenständig für sich stehen können müsste, ist wieder ein anderer Punkt – und da bleibt es letztendlich wieder dem Leser überlassen, ob ihm das Buch gefallen hat oder eben nicht, und/oder ob er die Wirkung schätzt oder eben auch nicht.


    Liebe Grüße
    Tia


  • Nicht weniger möglich ist es aber, dass provoziert wurde um eine längst überfällige Diskussion in Gang zu bringen. Allein schon weil dies gelungen ist, und weil offensichtlich ein Bedarf diesbezüglich vorhanden war und ist, erlangt „Feuchtgebiete“ für mich persönlich seine Daseinberechtigung.


    Wurde denn wirklich eine Diskussion in Gang gesetzt? Welche denn? Etwa über Hygiene? Ich kann das nicht entdecken. Das Buch schockiert zwar, bleibt aber vollkommen wirkungslos. Aus den Rezis hier und bei Amazon kann ich jedenfalls keinen gegenteiligen Schluss ziehen.


    Gruß, Thomas