Karin Slaughter - Zerstört (Skin Privilege/Beyond Reach)

Es gibt 8 Antworten in diesem Thema, welches 8.490 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Kirsten.

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    Das Buch ist unter zwei verschiedenen Titeln erschienen: Skin Privilege und Beyond Reach


    Kurzbeschreibung:
    Detective Lena Adams wird bei einer Explosion in ihrer Heimat Reece verletzt. Sie wird festgenommen wegen des Verdachts, dass sie selbst die Explosion verursacht hat. Um ihr aus dieser Situation herauszuhelfen, fährt ihr Chef Jeffrey Tolliver, Polizei Chef von Heartsdale, zusammen mit seiner Frau Sara Linton nach Reece.


    Meine Meinung:
    Ich bin ein absoluter Fan der Grant County Reihe und konnte deshalb nicht abwarten, bis das Buch auf Deutsch erscheint. Zuerst war ich wegen der Sprache noch etwas skeptisch, da ich bisher nur Harry Potter auf Englisch gelesen habe, aber es gab keine Probleme mit der Sprache, abgesehen von polizeilichen und ärztlichen Fachbegriffen.


    Sobald man das Buch beginnt fühlt man sich, also wenn man nach Hause zurück kehrt. Man ist sofort wieder an der Seite von Jeffrey und Sara. Besonders an Saras Seite kehrt man zurück und fühlt mit ihr, da sie von den Eltern eines kleinen Jungen beschuldigt wird, Schuld an seinem Tod zu sein. Diese Szenen sind sehr ergreifend geschrieben und ich hätte Sara am liebsten in den Arm genommen. Diese Beschuldigungen verfolgen einen das ganze Buch über, bis zum Schluss.


    Was mich zunächst ziemlich störte, war, dass man sehr viel von Lena gelesen hat. ich muss ehrlich zugeben, dass ich sie nie besonders mochte. Das hat sich im Laufe des Buches aber deutlich geändert. Was man über ihre Mutter erfährt ist auch ziemlich überraschen gewesen.


    Während Jeffrey und Sara Lena suchen, müssen sie mit dem Polizeichef von Reece, Jack Valentine, zusammen arbeiten. Dieser Kerl war mir von Anfang an unsympathisch. Irgendwie benimmt er sich arrogant gegenüber den beiden und das kann ich gar nicht leiden. Besonders gegenüber Sara verhält er sich ziemlich mies, nach all dem was sie durchgemacht. Obwohl er nichts von ihren Problem wusste, hätte er ruhig ein wenig freundlicher sein können.


    Der Schluss, als man erfährt wer Lena diesen ganzen Ärger eingebrockt hat, ist nicht mehr sehr überraschend, da die Personen einem schon früher komisch vorkommen.


    Die letzten Seiten waren dann noch einmal der Schock schlecht hin.

    Mir sind wirklich die Tränene gekommen, wie nur sehr selten bei einem Buch. Es ist so gemeint was Karin Slaughter da gemacht hat :grmpf: :entsetzt: :heul:


    Eigentlich hätte es von mir 4,5 Ratten gegeben für das Buch, aber wegen dem Schluss gibt es Punktabzug :heul:


    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:


    Hab' mal sicherheitshalber einen Spoiler gesetzt. LG, Valentine

    Liebe Grüße

    Chibi

    Bevor i mi aufreg´, is ma wurscht. - Rainer Maria Schießler

    Einmal editiert, zuletzt von Valentine ()

  • Ich habe jetzt null Lust eine ordentliche Rezi zu schreiben, deshalb nur mal ein kurzer Kommentar.


    Nachdem ich von Gottlos sehr enttäuscht war, hat mich Skin Privilege wieder etwas versöhnt. Wobei, so richtig gut fand ich es trotzdem nicht und es ist für mich eines der schwächeren der Grant County Reihe. Es lag wohl daran, dass das Hauptaugenmerk auf Lenas Vergangenheit liegt. Mir ist Lena zwar nicht unsympathisch, aber so genau wollt ich es dann doch nicht wissen :zwinker: Jake fand ich, ehrlich gesagt, gar nicht unsympathisch oder arrogant. Da kam mir eher Jeffrey sehr überheblich vor.


    Und der Schluß, tja. Nachdem ich Chibi's Kommentar gelesen hatte, hatte ich da schon einen Verdacht was da kommt. Ich war nur nicht sicher,


    Achtung, Megaspoiler


    Umso gespannter bin ich auf den Fortgang der Serie, wobei ich nicht weiß was ich davon halten soll, dass da gleich ein Zeitsprung von drei Jahren sein wird.


    Ich gebe aufgrund des Schlusses sogar 1/2 Ratte mehr


    3ratten + :marypipeshalbeprivatmaus:

    "Man hat in der Welt nicht viel mehr, als die Wahl zwischen Einsamkeit und Gemeinheit." A. Schopenhauer

    :blume::engel::katze:

    Einmal editiert, zuletzt von sandi ()

  • Chibi


    ,


    so unterschiedlich ist man. :breitgrins:


    Judith :winken:



    Allgemein: hier hat sich slaughter wirklich mal etwas einfallen lassen. Slaughter ist überhaupt sehr konsequent. Ich habe daraufhin noch einmal den ersten Band von Sara und Jeff gelesen und entdeckt, dass bereits da die Geschichte des schwerkranken kleinen Jungen beginnt. Ich habe mich gefragt: wie macht eine Autorin das? Denkt sie sich Jahre zuvor aus wie jeder kleine Erzählstrang weiter geht? Oder nimmt sie einen Einfall aus dem ersten Band auf und hat dann eben Jahre später eine weitere Idee dazu, die hier ja unheimlich lebensentscheidend ist?
    Lenas Vergangenheit aufgedeckt zu bekommen war für mich toll, zumal auch das sich in jedem Band von slaughter entwickelt.


    Man muss wirklich alle Bände der Reihe gelesen haben um hier mitzukommen und einen echten Genuss zu haben. Mir ist das selten so bei Krimireihen gegangen. Gut, bei Elizabeth George vielleicht. Aber nicht einmal unbedingt bei Mankell, denn in den meisten Krimis ist ja eine übergeordnete Geschichte entscheidend.
    Hier in diesem Band von Slaughter hätte ich ohne die Vorgänger kein Lesevergnügen gehabt, denn obwohl ich alle Bände gelesen habe, war es für mich jetzt noch einmal wichtig Verschiedenes in den früheren Bänden nachzulesen.
    Ob das nun eine Schwäche des Buches ist, das weiß ich nicht.


    ich gebe gern 4ratten. Mit der Einschränkung, dass ich glaube, dass die vorangegangen Bände präsent sein sollten,


    Judith

  • Hallo!


    In Skin Privilege lernt der Leser Sara von einer neuen Seite kennen. Sie ist durch den Prozeß zermürbt und passiv, wo sie früher tatkräftig war. Jeffrey beobachtet sie mit Sorgen, denn auch ihm gegenüber ist sie seltsam unbeteiligt. So begleitet sie ihn ohne die üblichen Streitereien Lenas wegen, um der Kollegin ihres Mannes aus ihren Schwierigkeiten zu helfen. Ganz ungewöhnlich für Sara steht sie diesmal sogar auf Lenas Seite. Die Ermittlungen werden behindert und Jeffrey und Sara erhalten mehr als eine Drohung doch sie bleiben. Lena hat in ein Wespennest der schlimmsten Sorte gestochen gestochen und alle dadurch in Gefahr gebracht.


    Die Geschichte wird mehr aus Lenas und Jeffreys Sicht erzählt. Während man aus Lenas Sicht die Ereignisse kennenlernt, die zu dem Verbrechen führen entwickelt sich Jeffreys Geschichte von dem Zeitpunkt an, als er und Sara Lena zu Hilfe kommen. Trotz der unterschiedlichen Zeitstränge treffen sich beide Geschichten zum Schluß. Der Leser erfährt viel über ein dunkles Kapitel der amerikasncihen Gegenwart: über Nazis, die auch in den USA viele Anhänger finden. Ich habe schon ein paar Reportagen darüber gesehen, muß aber gestehen dass mich die Erzählungen von Karin Slaughter am meisten beeindruckt haben.


    In diesem Buch lernt man den Menschen Jeffrey hinter dem Polizisten kennen. In den vorigen Büchern hat man die Beziehung nur aus Saras Sicht gesehen und hier sieht man Jeffreys Sicht der Dinge. Auch Lenas Geschichte wird teilweise weitererzählt, teilweise neu geschrieben.Das hat mir gut gefallen. Leider wußte ich schon im Voraus wie die Sache ausgeht, trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen.
    5ratten


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • Karin Slaughter "Zerstört"


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    Über die Autorin:
    Karin Slaughter, Jahrgang 1971, stammt aus Atlanta, Georgia. 2003 erschien ihr Debütroman Belladonna, der sie sofort an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten und auf den Thriller-Olymp katapultierte. Ihre »Grant County«-Romane um Rechtsmedizinerin Sara Linton und Polizeichef Jeffrey Tolliver sind inzwischen in 30 Sprachen übersetzt und weltweit mehr als 20 Millionen mal gelesen worden.
    (Quelle: Verlag)


    Inhalt:
    Wenn es hart kommt, dann an allen Fronten. So sieht es zurzeit im Leben von Jeffrey Tolliver aus. Nicht genug, dass seine geliebte Sara sich in einem Prozess verantworten muss, in dem Eltern sie verklagen, dass sie nicht genug für ihr Kind getan hätte, nein, auch seine beste Mitarbeiterin, Lena, steckt in großen Schwierigkeiten. Und Jeffrey weiß nicht, an welcher Front er zuerst kämpfen und präsent sein soll. Doch Sara spielt ihm die Starke vor, schickt ihn zu Lena, um ihr zu helfen.


    Denn Lena ist verhaftet worden, sie wurde gestellt, weil sie an einem ausgebrannten Wagen vorgefunden wurde. Lena schweigt beharrlich. Und noch schlimmer, sie flüchtet und das ist für einige in ihrem Heimatort schon ein Schuldeingeständnis.


    Als dann auch noch Lenas brutaler Ex-Lover ins Spiel kommt und somit die rechte Szene, ist das Gewaltchaos perfekt, welchem auch Sara und Jeffrey im Endeffekt nicht entfliehen können.


    Alles steuert auf ein alles zerstörendes Finale zu, mit dem niemand rechnet.


    Meine Meinung:


    Zu oft eine Lena-Show
    Tja, da ist es nun, das Ende, das keiner von uns Slaughter-Fans so haben will. Und was können wir tun? Wir müssen es ja so hinnehmen. Und ich für meinen Teil bin bereit, der Autorin auch weiterhin eine Chance zu geben, allerdings verzeihen…verzeihen werde ich ihr diese Geschichte hier nicht.


    Alles fängt eigentlich recht gut an, man glaubt, es ist eine logische, gute Fortsetzung. Doch leider kommt es dann viel zu oft und viel lang zu einer Lena-Show, wie ich es nenne. Mich hätte doch viel mehr interessiert, wie es mit Sara und Jeffrey so weitergeht, wie es ihr in dem Prozess ergeht. Aber das wird, meiner Meinung nach, nur so am Rande mal gestreift. Im Fokus steht Lena, ihre Vergangenheit, ihre Kindheit, ihr Verhältnis zu ihrer Schwester, ihre schicksalhafte Beziehung zu diesem Nazi, ihre Probleme. All das ist wichtiger. Und genauso hat all das mich von Seite zu Seite wütender gemacht.


    Jedes Mal, wenn ich umblätterte und da wieder eine mir endlos erscheinende Lena-Tirade kam, hätte ich am liebsten weitergeblättert, ohne zu lesen. Aber dann hab ich mir gedacht, vielleicht wird da was erzählt, was für die ganze Geschichte von Belang ist.


    Nun gut, denjenigen, die das Buch bereits gelesen haben, dürfte DAS Ende genauso die Tränen in die Augen getrieben haben, wie mir. Ich war entsetzt. Hab gedacht, das kann einfach nicht sein. Aber es ist wohl so. Ich muss es akzeptieren. Es ist ein schmerzlicher Verlust, den man erst mal verdauen muss.


    Und wie ich eingangs gesagt habe, ich werde Karin Slaughter trotzdem eine Chance geben. Bis dato hat sie mich gut unterhalten und am liebsten würde ich „Zerstört“ vergessen, ist der Titel doch hier echtes Programm!


    Fazit:
    Was zieht man für ein Fazit bei einem Buch, wo einem gefühlt der Boden unter den Füßen weggezogen wurde. Streckenweise ist es spannend, aber auch streckenweise eben zu viel Lena und zu wenig Sara und Jeffrey und eben ein Ende, was keiner von uns wollte und aufgrund dessen einige der Autorin den Rücken gekehrt haben. Ich glaube, es muss jeder, der sich hierdrauf einlässt, selbst entscheiden. Eine Empfehlung mag ich nicht aussprechen, da es hier meines Erachtens außer dem gewohnten Stil der Autorin nichts zu empfehlen gibt.


    3ratten


    Reiheninfo:


    Grant-County-Reihe:
    Belladonna (2002)
    Vergiss mein nicht (2002)
    Dreh dich nicht um (2003)
    Schattenblume (2004)
    Gottlos (2005)
    Zerstört (2009)


    Will-Trent-Serie:
    Verstummt (2008)
    Entsetzen (2010)


    Georgia-Serie:
    Tote Augen (2011)


    Eigentständig:
    Unverstanden (2009)

    Liebste Grüße<br />die NiliBine<br /><br />Mein SuB Stand JETZT: 385<br /><br />Ich lese: Alexa Hennig von Lange &quot;Der Atem der Angst&quot;/Gabriela Gwisdek &quot;Nachts kommt die Angst&quot;/Aileen P. Roberts &quot;Elvancor 1&quot;

  • Hallo!


    Dazu gibt es hier schon einen Thread. Allerdings fehlt da der deutsche Titel, deshalb hast du ihn wahrscheinlich nicht gefunden.


    Liebe Grüße
    Kirsten

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.

  • Danke für die Info, Kirsten, ich habe die Threads zusammengebastelt.


    Diesen Band der Reihe kenne ich nicht, ich mag Lena aber auch nicht so besonders und habe immer viel lieber von Sara und Jeffrey gelesen.

    If you don't become the ocean, you'll be seasick every day.

    Leonard Cohen





    Einmal editiert, zuletzt von Valentine ()

  • Meine zweite Meinung

    So gut wie beim ersten Lesen hat mir Zerstört nicht gefallen. Ich fand die Geschichte mit unterschiedlichen Erzählern und Zeiten zerfahren. Lenas Part fand ich noch am interessantesten, weil Karin Slaughter ihre verzweifelten Versuche, die Lage unter Kontrolle zu bekommen, noch am besten darstellt. Saras und Jeffreys Beharren darauf, vor Ort zu bleiben, konnte ich dagegen nicht nachvollziehen. Das kam mir stellenweise sehr konstruiert vor und das ständige Herumreiten auf dieser Tatsache haben für mich das Lesen zäh gemacht.


    Das Geflecht von Neonazis und Methkochern und -verteilern in Reese war schwer zu durchschauen. Rückblickend ist mir der eine oder andere Hinweis aufgefallen, aber meistens bin ich wie Jeffrey und Sara im Dunkeln getappt. Trotzdem fand ich das Ganze nicht glaubwürdig.


    Ich wusste natürlich schon, wie das Buch aus gehen wird und kann mich erinnern, dass ich den Schluss beim ersten Lesen nicht passend fand. Diese Ansicht hat sich mittlerweile geändert.

    3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

    Into the water I go to lose my mind and find my soul.